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Freihandelsabkommen EU-USA: Eine große Chance für den Kunststoffmaschinenbau

23.06.2014 | id:4262901

Berlin - Die Spitzenverbände EUROMAP (Europäischer Kunststoffmaschinenbau) und SPI (US-Kunststoffindustrie) unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Freihandel der Kunststoffmaschinenindustrie. "Das TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist für unseren Industriezweig ein Meilenstein der Zusammenarbeit und wir rechnen mit einem starken Impuls für unsere Geschäftsbeziehungen", urteilt Bill Carteaux, Präsident von SPI. Bereits heute liegt der Weltmarktanteil europäischer und amerikanischer Kunststoffmaschinen bei etwa 50 Prozent und entspricht einem Volumen von 15 Mrd. Euro. Das Freihandelsabkommen stärkt die Wettbewerbsposition und hilft, die insgesamt 65.000 Beschäftigten abzusichern.


William R. Carteaux (SPI) und Thorsten Kühmann (EUROMAP) unterzeichnen eine Absichtserklärung zum Freihandel der Kunststoffmaschinenindustrie.

Vollständiger Zollabbau
Ein zentraler Punkt des Freihandels ist der vollständige Abbau von Zöllen, was sich unmittelbar absatzfördernd für Maschinenexporte auswirken wird. Viele der derzeit geäußerten Bedenken stehen in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten, die ein Abkommen bietet. Zehntausende Arbeitsplätze könnten in Europa und den USA im gesamten Maschinenbau geschaffen werden. "TTIP ist eine Chance, keine Gefahr", sagt Thorsten Kühmann, Generalsekretär von EUROMAP. Deswegen sollten Politiker auf beiden Seiten des Atlantik stärker in der Bevölkerung für TTIP werben.

Harmonisierung technischer Standards
Beide Seiten streben eine Vereinheitlichung von Sicherheitsstandards an und haben bereits internationale (ISO) Arbeitsgruppen etabliert. Die Arbeitssicherheit wird dadurch verbessert und die Maschinenlieferungen werden vereinfacht. Das spart Zeit und Aufwand und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.

Mittelständischen Maschinenbau stärker einbinden
Beide Spitzenverbände fordern die politischen Vertreter von EU und den USA dazu auf, in den Gesprächen die Interessen des vor allem mittelständisch geprägten Maschinenbaus stärker zu beachten. Dessen Bedürfnisse wurden bisher kaum berücksichtigt, obwohl  mit 13 Prozent aller EU-Exporte in die USA der Maschinenbau mehr liefert als die Automobilindustrie.

Bildquelle : EUROMAP

Kühmann, Thorsten
Kühmann, Thorsten
Datei-Anhänge:
PN 23-06-14 Freihandelsab...

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