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VDMA: TTIP muss wieder Fahrt aufnehmen

08.07.2016 | id:14131805

Zum Auftakt der vierzehnten TTIP-Verhandlungsrunde am 11. Juli fordert Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA-Außenwirtschaftsabteilung: „Die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen müssen wieder mehr Fahrt aufnehmen.  Die nächste Woche kann eine erfolgreiche Woche für TTIP werden. Wir erhoffen uns umso mehr Fortschritt, als die Verhandlungen nun in eine heiße Phase gehen.“

Auch wenn der Zollabbau und andere Themen eine wichtige Rolle bei TTIP spielen, liegt der Schwerpunkt beim Abbau der technischen Handelshemmnisse, die in einem eigenen Sektorkapitel behandelt werden. „Unterschiedliche technische Regularien in den USA und Europa führen dazu, dass europäische Hersteller geltende US-Regelwerke mit großem Aufwand recherchieren und die Maschine entsprechend umrüsten müssen, um lokale Anforderungen einzuhalten“, erläutert Ackermann. Durch diesen Umrüstungsaufwand entstehen Zusatzkosten zwischen 5 und 18 Prozent.
 
Ende Juni machte sich die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström bei ihrem Besuch in Washington erneut für TTIP stark. Die Gespräche würden mit dem Ziel fortgeführt, bis Ende des Jahres einen Abschluss der Verhandlungen zu erzielen. Das Referendum in Großbritannien habe nichts daran geändert, dass der Handel über den Atlantik mit TTIP spürbar vereinfacht werden solle. Aus Sicht des VDMA ist das Bekenntnis von Malmström ein wichtiges Zeichen für die Verhandlungen, sollen diese doch in den kommenden Wochen konkrete Ergebnisse liefern.
Vor drei Jahren fand die erste Verhandlungsrunde über das transatlantische Freihandelsabkommen statt. Am kommenden Montag gehen die Gespräche in die vierzehnte Runde.
 

Bildquelle : Fotolia | Aldorado

Göres, Jessica
Göres, Jessica
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